Romeo ist nicht unbe­dingt das Alpa­ka, das mor­gens auf­steht und denkt: „Heu­te gebe ich rich­tig Gas.“ Also zumin­dest wirkt es bei unse­ren Spa­zier­gän­gen nicht so. Romeo hat sein eige­nes Tem­po. Und wenn Romeo fin­det, dass es gera­de passt, dann passt es eben gera­de.

Wäh­rend wir Men­schen oft schon wie­der im Kopf beim nächs­ten Schritt sind, beim nächs­ten Ter­min, beim nächs­ten „schnell noch“, bleibt Romeo ein­fach ste­hen. Er frisst ein biss­chen. Schaut. Kaut. Über­legt ver­mut­lich nichts Gro­ßes. Oder viel­leicht doch. Bei Romeo weiß man das nie so genau.

Auf jeden Fall macht er sel­ten den Ein­druck, als hät­te er Stress damit, wenn mal nichts vor­wärts­geht. Und genau das ist manch­mal ziem­lich wohl­tu­end zu sehen.

Nicht alles muss schnel­ler gehen, nur weil es mög­lich wäre. Manch­mal darf man auch kurz ste­hen blei­ben. Nicht, weil man auf­ge­ge­ben hat. Nicht, weil man faul ist. Son­dern ein­fach, weil der Moment gera­de nicht nach Ren­nen aus­sieht.

Romeo wür­de wahr­schein­lich sagen: Wenn da Gras ist, dann ist da Gras. Wenn der Weg noch da ist, läuft er spä­ter auch noch nicht weg. Und ganz ehr­lich: So falsch liegt er damit nicht.

Bei unse­ren Alpa­ka­wan­de­run­gen merkt man das immer wie­der. Die Tie­re brin­gen ihr eige­nes Tem­po mit. Man­che lau­fen vor­ne, man­che schau­en erst­mal, man­che brau­chen eine Pau­se, und Romeo fin­det oft: hin­ten ist auch ein schö­ner Platz.

Viel­leicht ist genau das der Punkt. Du musst nicht immer vor­ne sein. Du musst nicht alles schnel­ler machen. Manch­mal reicht es, da zu sein, ruhig zu blei­ben und einen Schritt nach dem ande­ren zu machen.

Romeo sieht das ziem­lich ent­spannt. Und manch­mal wäre es gar nicht schlecht, wenn wir Men­schen uns davon ein klei­nes Stück abschau­en.

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