Der Früh­ling ist bei uns auf dem Alpak­ahof kei­ne Jah­res­zeit, die ein­fach plötz­lich da ist. Er schleicht sich eher lang­sam an. Die Tage wer­den hel­ler, die Son­ne zeigt sich öfter und irgend­wie liegt auf ein­mal die­ses lei­se Gefühl in der Luft, dass der Win­ter nicht mehr lan­ge das letz­te Wort haben wird.

Auch wenn die Wei­den noch geschlos­sen sind und drau­ßen noch kein fri­sches Gras auf uns war­tet, ver­än­dert sich trotz­dem etwas. Es ist nicht die­ses lau­te, bun­te Früh­lings­er­wa­chen, das man aus Bil­dern kennt. Es ist viel ruhi­ger. Viel fei­ner. Und viel­leicht gera­de des­halb so beson­ders.

Unse­re Alpa­kas spü­ren die­se Ver­än­de­rung natür­lich auch. Sie ste­hen in der Son­ne, blin­zeln in das mil­de­re Licht und beob­ach­ten wie immer ganz genau, was um sie her­um pas­siert. Wer Alpa­kas kennt, weiß: Gro­ße Ges­ten sind nicht so ihr Ding. Aber sie mer­ken sehr wohl, wenn sich die Stim­mung ver­än­dert. Und genau das tut sie gera­de.

Für uns ist der Früh­ling des­halb vor allem eine Zeit der Vor­freu­de. Noch ist nicht alles grün, noch ist nicht alles offen, noch beginnt vie­les erst. Aber genau dar­in liegt auch etwas Schö­nes. Nicht alles muss sofort da sein. Man­ches darf lang­sam wach­sen. Man­ches darf sich in Ruhe ent­wi­ckeln. Und manch­mal ist genau die­se Über­gangs­zeit die, die man am meis­ten spürt.

Auf dem Hof sind es oft die klei­nen Din­ge, die den Früh­ling aus­ma­chen: ein freund­li­cher Mor­gen, etwas wei­che­re Luft, ein hel­ler Him­mel über dem Stall und die­ses beson­de­re Licht, das alles ein klei­nes biss­chen leich­ter wir­ken lässt. Dazu ein paar ruhi­ge Alpa­ka-Bli­cke – und schon fühlt sich selbst ein ganz nor­ma­ler Tag beson­ders an.

Viel­leicht ist das auch das, was wir an die­ser Jah­res­zeit so mögen: Sie erin­nert uns dar­an, dass nicht immer alles sofort in vol­ler Blü­te ste­hen muss, um schön zu sein. Auch das Lei­se hat sei­nen Zau­ber. Auch das Lang­sa­me hat sei­nen Wert. Und bei uns auf dem Alpak­ahof passt genau das irgend­wie beson­ders gut.

Wir freu­en uns auf die Zeit, die vor uns liegt. Auf alles, was lang­sam wie­der in Bewe­gung kommt. Auf hel­le­re Tage, freund­li­che Begeg­nun­gen und auf vie­le schö­ne Momen­te mit unse­ren Tie­ren.

Der Früh­ling darf kom­men. Ganz in Ruhe. Wir sind bereit.